| Von Riga bis Köln
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27.06.
- 27.08.2006 Die
Ausstellung fand in Zusammenarbeit mit der Nationalbibliothek
Lettlands, |
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Die Familie Deubner als Buchhändler und Verleger. Zwei Jahrhunderte im lettischen und deutschen Buchwesen. |
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1806 |
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Riga, den 1. Februar 1806 |
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1837 |
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Nach dem Ableben Johann Jacob Deubners am 15. Februar 1837 übernehmen seine Witwe Carolina Deubner (1785 – 1874) sowie seine Söhne Carl August (1813 – 1868) und Wilhelm (1817 – 1872) die Leitung der Geschäfte. Damit bricht die Blütezeit der Buchhandlung an. Es werden Filialen in Moskau und Odessa gegründet. Die verlegerische Tätigkeit sowohl in lettischer wie in deutscher Sprache erfährt eine beachtliche Expansion. Zahlreiche Werke wie Gebet- und Gesangbücher, Lehr- und Sachbücher finden ständigen Absatz. Auch Periodika werden in das Verlagsprogramm aufgenommen. Am 13. August 1868 verstirbt Carl August Deubner als hochgeachteter und in zahlreichen Ehrenämtern verdienter Bürger Rigas. |
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1868 |
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In die Geschäftsleitung treten Carl August Deubners Söhne August (1844 – 1900) und Otto (1848 – 1880) ein. August Deubner gründet eine weitere Filiale in St. Petersburg. An sämtlichen Standorten der Firma J. Deubner erscheinen zahlreiche Verlagswerke vorwiegend wissenschaftlichen und populären Inhalts, darunter ein beliebtes, mehrfach aufgelegtes Kochbuch. Auch Musikalien werden in das Vertriebs- und Verlagsprogramm aufgenommen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zeichnen sich im gesamten Russischen Reich politische Wirren ab, in deren Strudel auch die Buchhandlung J. Deubner gezogen wird. Im Laufe der Zeit müssen die russischen Filialen aufgegeben werden. Das Stammgeschäft in Riga besteht noch bis 1936 fort. |
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1882
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August Deubner entschließt sich, im Jahre 1882 mit seiner Familie nach Berlin zu ziehen und dort einen literarischen Verlag zu gründen. Das Programm ist der damaligen russischen Weltliteratur gewidmet. In kurzer Zeit erscheinen Übersetzungen bedeutender Werke bekannter russischer Autoren wie L. Tolstoi, I. Turgenjew, A. Puschkin, I. Gontscharow. Tatkräftige Unterstützung erfährt August Deubner durch seine Ehefrau Helene (1850 – 1931), die für den Verlag die Übersetzung des Romans „Anna Karenina“ von L. Tolstoi übernimmt. Mit dem Tod August Deubners am 1. Juni 1900 endet auch das auf seine Lebenszeit angelegte Verlagsunternehmen. |
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1958 |
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Die verlegerische Familientradition findet erst nach dem zweiten Weltkrieg ihre Fortsetzung, indem Karl-August Deubner (1912-1992) in Köln den Aulis Verlag Deubner & Co. KG gründet. Sein Verlagsprogramm ist den Naturwissenschaften und der Mathematik verpflichtet. Es entsteht eine umfangreiche Produktion bekannter Fachzeitschriften, Hand- und Fachbücher bis hinein zu elektronischen Publikationen in neuerer Zeit. Nach dem Tod Karl-August Deubners am 26. April 1992 geht die Geschäftsleitung auf seinen Sohn Wolfgang (* 1943) über. Sein älterer Sohn Peter (* 1939) gründet 1974 ebenfalls in Köln seinen eigenen steuerrechtlichen Fachverlag. Als bisher letzte Deubner-Gründung entsteht 1999 wiederum in Köln, initiiert durch Peter Deubners Ehefrau Nele (* 1942) der Deubner Verlag für Kunst, Theorie & Praxis mit einem anspruchsvollen kunstwissenschaftlichen Programm. |
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2006 |
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Heute blicken wir auf 200 Jahre zurück, seit in Riga die Buchhandlung Johann Jacob Deubner gegründet wurde. Jede der sieben Generationen dieser Buchhändler- und Verlegerfamilie – inzwischen ist Kay Deubner (*1966) mit einer eigenen Versandbuchhandlung in Köln hinzu getreten – hat eigene Akzente gesetzt. Mehr als die Hälfte ihres Wirkens ist mit Riga verbunden. |