|
|||
|
|
Eine schöne Vase aus Pergamon |
|
|
Deubner-Stiftung ermöglicht die Restaurierung einer wertvollen griechischen Vase der Antikensammlung zu Berlin |
|||
Bei einem Besuch der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin fiel Dr. Peter Deubner eine attische weißgrundige Lekythos auf, die sich einer besonders schönen Bemalung erfreut, sich sonst aber in einem bedauernswerten Zustand befand. Die Reste der farbigen Malerei waren noch gut zu erkennen. Es fehlte jedoch der Henkel. Hals und Mündung der Vase waren abgetrennt, aber immerhin noch vorhanden. Ansonsten war der Körper der Vase intakt. Die Oberfläche hatte unter der Bodenlagerung und vorhergehenden Restaurierungen stark gelitten. Die Lekythos bedurfte also einer raschen Restaurierung, um die Originalsubstanz noch zu retten. Da sich in der Sammlung Deubner eine ähnliche Vase, ebenfalls eine weißgrundige Lekythos des sog. Schilf-Malers, befindet, war es ein Anliegen der Deubner-Stiftung, diesem entsprechenden Exemplar der Antikensammlung zur Rettung zu verhelfen. Sie erklärte sich zur Übernahme der Kosten einer fachkundigen Restaurierung bereit. Die Lekythos kann nun in der Antikensammlung in restaurierter Form bewundert werden. Die Vase stammt aus dem Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. Sie diente als Öl-Behälter für die griechischen Bestattungsriten. Mit Öl wurde der Leichnam eingesalbt. Am Grab wurden Ölgefäße aufgestellt. Insofern befassen sich die Malereien auf den weißgrundigen Lekythen bevorzugt mit Themen des Grabkultes und der Totenwelt. Auf der Vase der Antikensammlung ist der Besuch am Grab dargestellt: der Grabstele in der Mitte, nähert sich von rechts eine Frau mit einem Korb voller bunter Schmuck-Bänder. Der sehr junge Mann mit kurzem lockigem Haar und Lyra und auf der linken Seite ist wohl der Verstorbene. Die Vase des Schilf-Malers aus der Deubner-Sammlung hingegen zeigt eine junge Frau am Ufer des Unterweltflusses Styx, die auf ihre Überfahrt mit dem Toten-Fährmann Charon wartet. Die Deubner-Stiftung widmet sich seit ihrer Gründung vor 10 Jahren zweien recht unterschiedlichen Zielen, bevorzugte Anliegen des Stifters. Einerseits werden wissenschaftliche Aufgaben, insbesondere auf dem Gebiet der Kunstgeschichte und der Archäologie, gefördert, zum anderen ist es unser Anliegen, Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben – vor allem Obdachlosen und anderen Bedürftigen – Hilfe anzubieten.
|
|||